Bildungsarbeit


Hohe Besucherzahlen in diversen Haftanstalten der ehemaligen DDR, heute Gedenkstätten und zum Teil noch betriebenen Strafvollzugseinrichtungen wie z.B. die StVE Brandenburg zeigen, wie groß das Interesse an der jungen DDR Geschichte ist. Aber auch die Vielzahl der Biografien von zu Unrecht behandelten ehemaligen DDR Bürgern spiegelt das Interesse wider, und zwar sowohl von Deutschen  als auch ausländischen Bürgern!  Es gilt der Verarbeitung des Unrechts, das an politischen Häftlingen und deren Familienangehörigen verübt worden ist. Es gilt, mit den Gefühlen der Unterdrückung durch das SED Regime fertig zu werden, das eine ganze Gesellschaft fast 40 Jahre in Atem hielt. Aber auch die Bürger des Westteils, der Bundesrepublik Deutschland, haben diese Epoche zu verarbeiten. Getrennt sein von seinen Angehörigen, sich der Gefahr ausgeliefert zu haben, bei Besuchen in der Ostzone von der Stasi auf Verdacht eingesperrt zu werden, das Auffangen von DDR-Verwandten bei Flucht, Bespitzelungen – der Kalte Krieg u.v.m.

Aber nicht nur die Verarbeitung der unmittelbar Betroffenen steht im Mittelpunkt der Besuche von Gedenkstätten, auch die Aufklärung der Nachfolgegenerationen, die durch die Schulausbildung mit „der Geschichte“ konfrontiert werden.  Es gilt aufzuzeigen, wie schnell Menschen manipulierbar sind, was Hass und Neid, mangelndes Selbstbewusstsein, mangelndes Selbstvertrauen und mangelndes Selbstwertgefühl auslösen können. Wie schnell wiederholt sich Geschichte. Die DDR war ein Fortführen der faschistischen Methoden aus der Nationalsozialistischen Zeit.

Es ist ein Segen, dass politische Arbeit „der Aufklärung“ heute einen so enormen Raum  schenkt, indem u.a. aus dem Staatshaushalt Gelder bereitgehalten werden, so dass sich Bildungseinrichtungen dessen bedienen können, um Gedenkstätten zu besuchen, Bildmaterialien für die Schüler und Studierende und Lehrpersonal zu erwerben und Bildungsreisen unternehmen zu können.

Viele Gedenkstätten haben sich zur Aufgabe gemacht, Zeitzeugen ausfindig zu machen, die über die Zeit authentisch berichten können. Es ist dabei wichtig, nicht nur die reinen Fakten wiederzugeben, sondern auch die Emotionen mit einfließen zu lassen, die die Geschichte erst greifbar macht. Im Gegensatz zu Historikern, die Geschichte zwar bis ins Detail studieren und darüber hinaus auch selbst forschen, fehlt das Erlebnis, mit allen Sinnen der Lebenssituation ausgeliefert gewesen zu sein.  Zeitzeugen kennen die Situation bis ins Detail. Historiker berichten anhand des Erforschten nahe einer objektiven Nüchternheit.

Auf dieser Internetpräsenz finden Sie ein Interview von mir als Zeitzeuge. Desweiteren ein Buch als Teil meiner Biografie.

Als weitere Bildungsarbeit biete ich Besuche in Bildungseinrichtungen mit dem Zeck, über Zeitgeschichte der DDR authentisch zu berichten. Ich persönlich möchte auch zeigen, wie man als Opfer der DDR Diktatur seine Opferrolle ablegt, um selbstbewußt  sein Leben nach eigener Fasson zu gestalten. Es ist vielfach zu beobachten, dass Opfer des DDR Regimes noch heute, also nach einem Vierteljahrhundert in der Opferrolle verharren und den psychischen Druck, selbst mit psychologischem Beistand nicht überwinden können.


Es ist wichtig, jungen Menschen aufzuzeigen, dass Demokratie und Toleranz die Basis bilden, um sich als Individuum entwickeln zu können und einer Gesellschaft mit seinen persönlichen Fähigkeiten dienen zu können.

Auch in der heutigen Zeit muss den Menschen aller Generationen aufgezeigt werden welches Unrecht eine Diktatur anrichten kann. Die Herrschaft über ein ganzes Land  darf niemals in die Hände nur einer Parteiführung übertragen werden, ansonsten stirbt die Demokratie.

Schüler(in), Parteimitglieder der verschiedensten Parteien, Offiziersanwärter der Bundeswehr, Feuerwehrbeamte, Bürger aus der Schweiz, USA (mit Dolmetscher), Südafrika, Jerusalem und Österreich verfolgten meinen Ausführungen sowie Erzählungen aus der damaligen Zeit mit großer Aufmerksamkeit.

Gerne  gebe ich auch heute noch meine Erfahrungen und Kenntnisse aus der Zeit in der SED - Diktatur an Interessengruppen  weiter, Sie können mich jeder Zeit kontaktieren Bundesweit.


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